Herzlich willkommen in unserer Kirchgemeinde, liebe Sandra Abegg-Koch. Wir freuen uns, dass du heute deine Stelle als Pfarrerin antrittst und wünschen dir für deine Arbeit Gottes Segen. Alle, die dich persönlich kennenlernen möchten, sind herzlich zu deinem ersten Gottesdienst eingeladen. Damit wir dich schon jetzt etwas besser kennenlernen dürfen, hast du bereits aus dem Nähkästchen geplaudert:
Pfarrerin: Wie kommt man da eigentlich drauf?
Ich komme aus einer sehr lebendigen kirchlichen Jugend- und Ceviarbeit und habe früh schon Sonntagsschule, Jugendgottesdienste, Lager u.ä. gemacht. Wir konnten unglaublich viel ausprobieren und Gemeinde leben. Sogar mein Schulpraktikum habe ich bei einem Gemeindepfarrer gemacht und wusste nachher: das ist meins!
Was bringst du mit, das uns überraschen könnte?
Ich kenne die meisten europäischen Nationalhymnen – und ein paar aussereuropäische – und erkenne sie, wenn ich sie höre. Mich faszinieren die Geschichten dahinter: Wann wurde sie geschrieben? Was wollte man damit sagen? Und ja, ich verfolge ziemlich regelmässig die Tabellenstände der Schweizer Handball- und Eishockeyliga sowie der deutschen Fussballbundesliga. Ach so – und wenn ich mich sehr freue oder ärgere, wechsle ich angeblich ins Hochdeutsche. Das merke ich selber gar nicht.
Glaube begegnet uns überall im Alltag. Wo begegnest du ihm am Liebsten abseits der Kirche?
Ich freue mich immer an der Gemeinschaft im Glauben – gemeinsame Lieder, ein gemeinsames kulturelles Erbe, Geschichte und Geschichten. Und ich kann immer wieder über die Schönheit der Schöpfung staunen. Ein Sonnenaufgang in den Bergen, der Wechsel der Jahreszeiten, ein klares Bächli im Wald, der Geruch nach einem Regenschauer.
Wenn du einen einzigen Satz mitgeben könntest, der deine Art zu arbeiten und zu leben beschreibt. Welcher wäre das?
Dietrich Bonhoeffer hat seinen Vikaren in der Bekennenden Kirche einen Satz mitgegeben, der mich bis heute begleitet: «Keinen Weg lässt uns Gott gehen, den er nicht selbst gegangen wäre und auf dem er uns nicht voranginge.»
Was sollen die Menschen hier über dich wissen, bevor sie dich das erste Mal treffen?
Zum Pfarramt gehört vor allem eins: die Lehre von den 4M. Man muss Menschen mögen. Und ich mag Menschen und ihre Geschichten – meistens.